Grundstück verkaufen – Das müssen Sie beachten!

Wer Bauland besitzt, es selbst aber nicht braucht, zahlt häufig viel Geld und hat nichts davon. Letztlich bleibt nur der Verkauf und dabei gibt es vor allem für unerfahrene Grundstücksanbieter einiges zu beachten.

Rechtliche Pflichten beim Grundstücksverkauf

Als Verkäufer eines Grundstücks müssen Sie verschiedenste rechtliche Aspekte beachten. Zu den wichtigsten zählen unter anderem der Eigentumstitel, also der Nachweis, dass Ihnen das Grundstück wirklich gehört. Außerdem benötigen Sie eine Eintragsbescheinigung vom Landesregisteramt. Schließlich müssen Grundstücksverkäufer mit einer eidesstattlichen Versicherung durch das Finanzamt nachweisen, dass sie entweder in den letzten fünf Jahren keine Einnahmen durch das Grundstück erzielt haben oder diese versteuert haben. Der Verkauf eines Grundstücks muss von einem Notar begleitet werden. Er ist der neutrale Mittler zwischen Grundstückskäufer und Grundstücksverkäufer. Der Notar sorgt bei einem erfolgreichen Verkauf für die notwendigen Eintragungen im Grundbuch.

Was ist mein Bauland wert?

Insbesondere wenn man selbst nicht aus der Bau- und Immobilienbranche kommt, ist es nicht so leicht einzuschätzen, welcher Preis für ein Grundstück angemessen ist. Bietet man es zu teuer an, bekommt man nicht genug Interessenten. Verkauft man das Grundstück zu billig, bleibt im schlimmsten Falle nichts für den Grundstücksanbieter übrig.

Die Höhe des Grundstückspreises richtet sich zum einen nach der Größe und welche Bebauungsmöglichkeiten sich aus dieser ergeben. Hinzu kommen eventuelle Bebauungsvorschriften, die sich negativ auf die Bebauungsmöglichkeiten und damit auf den Grundstückspreis auswirken können. Grundstücksverkäufer sollten vor einer Preiskalkulation, spätestens aber vor einer eventuellen Preisverhandlung mit einem Interessenten, die Bebauungsvorschriften bei der zuständigen Gemeinde erfragen.

Auch der Zustand des Grundstücks ist wichtig. Schwer verkaufen lassen sich reine Grünflächen weitab jeder Bebauung. Bauerwartungsland, also Grundstücke für die noch kein Baurecht erteilt wurde, sind häufig eher Spekulationsobjekte für Grundstückskäufer. Am einfachsten lassen sich Grundstücke verkaufen, die baureif sind, also wo die Bauherren sofort loslegen können.

Weiterer Faktor, der den Preis für ein Grundstück beeinflusst, ist die Lage. So können Grundstücke in begehrten Lagen, zum Beispiel rund um Ballungszentren wie München, Hamburg oder Berlin, teurer angeboten werden. Das bedeutet nicht, dass alle Grundstücke im Grünen zu Billig-Preisen verkauft werden müssen. Es kommt letztlich immer darauf an, was ein Bauherr sucht.

Um das Preisgefüge in Ihrer Region zu ermitteln, können Sie im Internet recherchieren. Auf einschlägigen Immobilienportalen wie immonet.de oder immobilienscout.de werden nicht nur Häuser und Mietwohnungen inseriert, sondern auch Grundstücke. Wer ganz sicher gehen will, dass er einen angemessenen Preis für sein Grundstück verlangt, der sollte Geld in einen professionellen Gutachter investieren.

Wie finde ich den richtigen Käufer für mein Grundstück?

Am einfachsten ist die Suche nach einem Käufer natürlich über einen Makler. Nachteil ist dabei, dass diese teilweise sehr hohe Honorare verlangen. Wollen Sie Ihr Grundstück über einen Makler verkaufen, sollten Sie nicht nur prüfen, ob dieser vertrauenswürdig ist, sondern auch darauf achten, dass das Verhältnis zwischen Kosten für den Makler und erzieltem Grundstückspreis stimmt.

Eine weitere Möglichkeit, ihr Grundstück anzubieten, sind Anzeigen im Internet und in der Zeitung. Es gibt verschiedenste Internetseiten auf denen man kostenlos sein Grundstück zum Verkauf anbieten kann. Zeitungsanzeigen sind meistens relativ teuer und weniger erfolgreich als eine Inserat im Internet, aber dennoch eine weitere Möglichkeit, um auf das Grundstück aufmerksam zu machen.

Viele Baufirmen, zum Beispiel Anbieter von Massivhäusern wie Town & Country Haus, suchen kontinuierlich nach Grundstücken für Ihre Bauherren. Auch hier lohnt es sich Ihr Grundstück anzubieten. Vorteil bei der Zusammenarbeit mit einer professionellen Baufirma für Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser ist, dass diese die Bebauungsmöglichkeiten eines Grundstücks gut einschätzen kann, im Gegensatz zum Beispiel zu einem privaten Bauherren, der ein Grundstück für sein Haus sucht.